Eine gesunde Verdauung
         beginnt mit gesunden Zähnen

Die Form der Zähne sind der Art der aufzunehmenden Nahrung angepasst. Jedem von uns ist der Reißzahn des Tigers bekannt und auch sein Sinn ist uns allen geläufig. Aber sind wir uns wirklich über die Nahrungsform und die Aufgabe der Zähne bei unseren Pferden bewusst?

Zunächst sollten wir uns vielleicht den ursprünglichen Lebensraum der Pferde vor Augen führen. Das Pferd ist an die Steppe angepasst. Weitläufige Graslandschaften mit mehr oder weniger verdorrten Grasbüscheln, die zudem noch sehr hart und reich an Silikaten sind. Daran muss oder musste sich der Pferdezahn messen. Der natürliche Abrieb der Zähne ist durch die Beschaffenheit des Nahrungsangebotes gegeben.

In der heutigen Zeit bieten wir den Pferden dagegen relativ weiches Heu oder Gras an und ergänzen das Nahrungsangebot durch kleinkörniges Kraftfutter. Eine gleichmäßige Abnutzung und damit auch die Pflege der Zähne ist somit nicht mehr gegeben. Probleme sind dadurch vorprogrammiert.

Das Heu wird quer zur Zahnreihe zwischen den Zähnen zerrieben. Je gröber das Heu strukturiert ist, desto besser ist der Zahnabrieb.
Futter mit kleiner Struktur fällt leicht von der Kaufläche herab. Somit ist nur eine kurze Mahlbewegung möglich.
Auch zu weiches Heu mit zu geringem Strukturgehalt führt zu einem zu geringen Zahnabrieb.

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